Praxis Dipl.-Med. Axel Stelzner – Lichtentanne

Allgemeinmedizin – Chirotherapie

Chirotherapie

Was ist Chirotherapie?

Chirotherapie oder Manuelle Medizin (griech.: chiro = Hand~) ist eine medizinische Schule, die sich mit der Wiederherstellung der Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit von Gelenken befasst, die in Form und Zusammensetzung intakt sind, deren Funktion jedoch gestört ist.

Grundsätzlich hat man in der Manualmedizin die Möglichkeit, diese hypomobilen, eingeschränkt beweglichen) Gelenke mobilisierend oder manipulativ zu behandeln. Bei der “mobilisierenden” Behandlung wird die Beweglichkeit durch sanft und häufig wiederholte Dehnungsbewegungen wiederhergestellt. Die “manipulierende” Behandlung beruht auf der Erkenntnis, dass eine sehr schnell durchgeführte und kurze Bewegung mit viel weniger Kraft oft zu einer sofort einsetzenden und oft vollständigeren Wiederherstellung der Beweglichkeit führen.

Man weiß heute, dass die mechanistische Vorstellung von “ausgerenkten” Gelenken einem neuen “nozizeptiven” Gedankenmodell weichen muss. Indem man eine Blockade mit einem Hochgeschwindigkeitsimpuls behandelt, setzt der Therapeut einen gezielten nervalen Reiz an sogenannten Nozizeptoren, die dadurch ein “Reset” erfahren und den das Gelenk blockierenden verspannten Muskel wieder entspannen – der Weg für das Gelenk wird dadurch wieder freigegeben. Im Falle der Wirbelbogengelenke beispielsweise spielen die segmentalen Musculi rotatores breves eine dementsprechende Rolle. Um diesen feinen Effekt zu erreichen ist weder eine große Kraft, noch ein großer Weg erforderlich (sanfte Manipulation), es gilt daher die Regel der “Drei K” – kleine Kraft, kurzer Weg, kurze Zeit.

Allgemein ist eine Abklärung bestimmter Wirbelsäulenschäden (beispielsweise Metastasen, Tumoren) mittels Röntgenaufnahme oder besser CT/MRT vor jeglicher Manipulation der Wirbelsäule unabdingbar! (www.wikipedia.de)

Chirotherapie bei Wirbelsäulenfunktionsstörungen

Eine chirotherapeutische Behandlung erfordert eine anerkannte Spezialausbildung, die mit einer Prüfung abgeschlossen werden muss.

Wenn feststeht, dass die vorliegende Störung den Charakter “reversibel” trägt, also wieder rückgängig gemacht werden kann, dann werden wir eine solche Behandlung in aller Regel versuchen. Man unterscheidet sog. “weiche” Techniken von “harten” Techniken. In beiden Fällen nimmt der Behandler unmittelbaren Kontakt zum Patienten mit seinen Händen auf. Wenn der zu Behandelnde erst einmal in eine bestimmte Lageposition gebracht wurde, wird dann versucht, die Funktionsstörung zu beseitigen. Häufig muss der Patient dabei in kleinerem Umfang mitarbeiten, das heisst, bestimmte Muskeln anspannen, oder eine bestimmte Atemtechnik befolgen oder andere Körperteile in für ihn zunächst ungewohnte Positionen bringen, z.B. in eine festgelegte Richtung zu blicken, damit die spezielle chirotherapeutische Behandlung durchgeführt werden kann.

Treten bei Einnahme dieser speziellen Lagerungspositionen Schmerzen auf, wird der Behandlungsversuch abgebrochen.

Chirotherapie bei Gelenkfunktionsstörungen

Schmerzen an Gelenken kommen häufig vor und können viele verschiedene Ursachen haben. Häufig ist der Schmerz nach durch Unfall bedingten Verletzungen. Es gibt aber auch entzündungsbedingte Schmerzen. Die Ursache des Schmerzes lässt sich in der Sprechstunde klären.

Wenn die Ursache des Schmerzes nicht schon mit bloßem Auge erkennbar ist, werden häufig weitere Untersuchungen nötig, etwa eine Blutuntersuchung oder eine Röntgenuntersuchung.

Für die chirotherapeutische oder manualmedizinische (Medizin mit den Händen) Diagnose ist eine spezielle Untersuchungstechnik erforderlich. Dabei wird das betroffene Gelenk mit seinen beteiligten Gliedmassen in eine bestimmte Ausgangsposition gebracht, die häufig der normalen, alltagsüblichen Entlastungs- oder Entspannungsposition entspricht. Im Anschluss daran wird das betroffene Gelenk “unter Zug” gebracht, dass heisst, der Untersucher zieht ganz vorsichtig an den Gelenkteilen, um den möglichen Bewegungsspielraum des Gelenkes zu erweitern. Dann wird die Beweglichkeit durch kleine, fast impulslose Bewegungen getestet.

Die Untersuchung tut nicht weh und wird im Gegenteil von vielen als angenehm empfunden. Je nach Lage und Größe des zu untersuchenden Gelenks und nach Intensität der empfundenen Schmerzen kann es notwendig sein, dass der Patient liegen muss. Auf jeden Fall wird man gebeten, auch die Gegenseite mit untersuchen zu dürfen.

Wenn alle notwendigen Untersuchungen ergeben, daß die vorliegende Störung mit Chirotherapie behandelbar ist, wird Ihr Chirotherapeut Ihnen solch eine Behandlung vorschlagen. Die Behandlung erfolgt zumeist in ganz ähnlicher Weise, wie der oben beschriebene Untersuchungsgang. Es gibt aber neben den “weichen” Behandlungsmethoden auch “harte” Techniken, die mit bestimmten Geräuschphänomenen einhergehen, weshalb die Chirotherapie im Volksmund auch manchmal “Knacksen” oder auch “Knacken” genannt wird. Die Geräusche entstehen durch bestimmte Vakuumphänomene und haben auf gar keinen Fall etwas mit der Zerstörung von Knochen oder Gelenken zu tun. Vielmehr lösen sich durch die Chirotherapie sogenannte “Blockierungen” von Gelenken.

Die Chirotherapie ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.


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